Theodor Herzl schreibt an Otto von Bismarck und schließt die letzten drei Artikel seiner Essaysammlung Das Palais Bourbon ab. Er verlässt Paris, zieht nach Wien und übernimmt die Position des Feuilletonredakteurs der Neuen Freien Presse. Während des Sommers in Altaussee unternimmt Herzl Reisen nach London und Paris für Verhandlungen.
In Paris gewinnt er erfolgreich den Arzt Max Nordau für den Zionismus, stößt jedoch auf Skepsis beim Oberrabbiner von Frankreich, Zadok Kahn, und beim Vizepräsidenten der Alliance Israélite Universelle, Narcisse Leven. In London präsentiert Herzl seine Ideen im Maccabean Club. Er erhält Vorschläge vom Schriftsteller Israel Zangwill, britische Persönlichkeiten wie Oberrabbiner Hermann Adler, Rabbi Simeon Singer und den Politiker Samuel Montagu zu treffen. Herzl trifft auch Colonel Albert Edward Goldsmid, den Leiter der englischen Hovevei Zion.
Nach seiner Rückkehr überarbeitet Herzl seine Rede an die Rothschilds, die sich später zu Der Judenstaat entwickelt und das Konzept des jüdischen Staates verkündet. Er begegnet zum ersten Mal Leon Pinskers proto-zionistischer Schrift Auto-Emanzipation, verfasst sein erstes Testament und literarisches Vermächtnis und veröffentlicht Der Judenstaat. Herzl tritt zum ersten Mal mit dem österreichischen Journalisten Nathan Birnbaum in Kontakt. Dr. Reuben Bierer, Oberrabbiner von Sofia, hält Herzl in so hohem Ansehen, dass er ihn für den Messias hält. Herzl begegnet Reverend William Hechler, dem Kaplan der britischen Botschaft in Wien, was eine bedeutsame Begegnung darstellt. Die Wiener Hovevei Zion fordern entschlossen die Verwirklichung des Programms des jüdischen Staates. Das Tagebuch endet mit Herzls Treffen mit Philip Michael Ritter von Newlinski, der für seine politischen Verbindungen in Konstantinopel bekannt ist und möglicherweise neue Wege für Herzls Bestrebungen bedeutet.
