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Tagebuch 5

11. Juni, 1897 – 5. Oktober, 1898

Theodor Herzls Entscheidung, den Ersten Zionistenkongress von München nach Basel zu verlegen, resultiert aus dem Widerstand der dortigen jüdischen Gemeinde, die Veranstaltung auszurichten. Der Kongress erweist sich als durchschlagender Erfolg. Kurz darauf wird sein Theaterstück Das Neue Ghetto in Wien und Berlin uraufgeführt. Inmitten dieser Triumphe entsteht eine herausfordernde Situation durch die Veröffentlichung eines feindseligen Artikels, der Herzl als doppelzüngig darstellt. Unbeirrt unternimmt er zwei bedeutende Reisen nach Berlin und orchestriert Vorbereitungen zur Gründung einer zionistischen Bank.

Herzl führt diplomatische Gespräche mit einflussreichen Persönlichkeiten beim Zweiten Zionistenkongress in Basel und setzt damit die Dynamik seiner wachsenden Bewegung fort. Diese Treffen umfassen Diskussionen mit dem osmanischen Botschafter in Berlin, Ahmed Tewfik, Großherzog Friedrich von Baden, dem deutschen Botschafter in Wien, Graf Philipp Eulenburg, und dem deutschen Außenminister Bernhard von Bülow. Pläne für die vorgesehene Reise des deutschen Kaisers nach Konstantinopel und Palästina sind Teil dieser Gespräche.

Herzl reist ausgiebig in bedeutende europäische Städte, darunter Paris, London, Den Haag, Amsterdam und Berlin, was sein Engagement für die internationale Förderung der zionistischen Sache verdeutlicht.