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Tagebuch 8

18. Juni, 1900 – 1. Mai, 1901

Diese Periode ist geprägt von Kontakten mit dem österreichischen Ministerpräsidenten Ernest von Koerber, die Diskussionen mit verschiedenen einflussreichen Persönlichkeiten über die Strukturierung der Finanzangelegenheiten des Osmanischen Reiches beinhalten.

Theodor Herzl arbeitet daran, eine Charta für das Land Israel zu sichern und die Zustimmung des Sultans zu erhalten. Er reist nach Paris und London, nimmt an einem bemerkenswerten Treffen mit der English Zionist Federation teil und wirkt am Vierten Zionistenkongress mit.

Herzl führt mehrere Treffen mit Ármin Vámbéry, einem Vertrauten des Sultans, den Herzl für die Beratung diplomatischer Arbeit im Osmanischen Reich gewinnt. Dabei gibt Vámbéry Herzl sein Wort, dass der Sultan ihn bis Mai empfangen würde.

Herzl beantragt ein Darlehen von 700.000 Pfund bei der Firma von Jacobus Kahn, was bedeutende finanzielle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Geschäft mit dem Osmanischen Reich markiert. Anschließend bespricht er mit Koerber den Betrieb einer regierungsfreundlichen Zeitung. Leider zerschlägt sich der Plan für einen osmanischen Kredit, was zu erneuten Reisen nach Paris und London führt. Herzl sucht beharrlich ein Treffen mit Lord Rothschild, doch diese Versuche bleiben erfolglos. Eine interessante Wendung ergibt sich jedoch, als er Rothschilds Cousine, Lady Battersea, im Hause von Israel Zangwill begegnet.

In der Erkenntnis, dass internationale Unterstützung gegen Einwanderungsbeschränkungen nach Palästina notwendig ist, korrespondiert Herzl mit Zionisten weltweit für parlamentarische Interventionen. Obwohl er erwägt, den Schwerpunkt seiner Aktivitäten nach London zu verlagern, verfolgt er diesen Kurs letztendlich nicht weiter.

Dieses Tagebuch endet damit, dass Herzl eine Audienz beim osmanischen Sultan erhält.