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Tagebuch 15

18. März, 1903 – 13. Mai, 1903

Theodor Herzl reist nach Ägypten, wo er in Kairo Lord Cromer und Boutros Ghali nach der Rückkehr der Zionistischen Kommission aus Suez trifft. Nach einem Treffen mit Herzl, Albert Goldsmid und Georg Henry Stephens schlägt Lord Cromer vor, dass die Zionisten nachdrücklich eine Konzession von der ägyptischen Regierung anstreben sollten, und empfiehlt die Dienste des Anwalts Carton de Wiarts zu diesem Zweck. Bei einem nachfolgenden Treffen rät der Anwalt der ägyptischen Regierung, die Konzession als Pacht statt als Grundbesitz zu halten. Herzl fordert eine 99-jährige Pacht und beauftragt Carton de Wiart mit der Prüfung des zionistischen Vorschlages. Herzl reist dann nach Paris und London zu einer Reihe entscheidender Treffen. In London trifft er Joseph Chamberlain, der frisch von seiner Afrika-Reise zurückgekehrt ist und Land in Britisch-Ostafrika entlang der Uganda-Bahn als mögliche Heimat für die Juden empfiehlt, was zur Entwicklung des sogenannten Uganda-Plans führt. In Paris prüfen Herzl und das Kleine Aktionskomitee akribisch Stephens‘ Expeditionsbericht, der überwiegend positive Reaktionen hervorruft. Trotz dieser Bemühungen scheitert das El-Arisch-Projekt letztendlich.