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Tagebuch 16

14. Mai, 1903 – 12. Dezember, 1903

Erster Teil
14. Mai 1903 — 30. Juli 1903:

Erster Teil: Dieses Tagebuch enthält Briefe über Londoner Angelegenheiten und erste Überlegungen zu Mosambik als möglichem Ort jüdischer Ansiedlung. Theodor Herzl sucht eine Audienz beim russischen Zaren und wendet sich an den russischen Innenminister Wenzel von Plehve und die Friedensaktivistin Bertha von Suttner um ihre Unterstützung. Es folgt ein Treffen mit dem portugiesischen Botschafter in Wien, Miguel de Paraty. Herzl informiert Zadoc Kahn und Lord Rothschild über den Rückschlag des El-Arisch-Projekts und drückt seine Trauer über das Pogrom von Kischinew aus. Er nimmt dann die Verhandlungen mit Großbritannien wieder auf, reicht Pläne erneut in Konstantinopel ein und setzt sich für eine Charta für Mesopotamien ein. Die britische Regierung zeigt sich ermutigend offen für die Prüfung eines vorläufigen Entwurfs. Angesichts der Herausforderungen in Russland appelliert Herzl an Pauline Korvin-Piatrovska um Unterstützung, insbesondere da Wenzel von Plehve die Unterdrückung zionistischer Organisationen in Russland fordert. Der diplomatische Austausch intensiviert sich und verschiebt den Fokus auf Ostafrika, Sinai und El-Arisch. Plehve signalisiert die Bereitschaft, sich mit Herzl zu treffen.

Zweiter Teil
11. September 1903 — 12. Dezember 1903:

Zweiter Teil: Herzl begibt sich nach Edlach, wo er Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie Prinz Philipp Eulenburg, Lord Nathaniel Mayer Rothschild, Großherzog Friedrich von Baden und Ernest von Koerber aufnimmt. Inmitten dieser Unternehmungen hält Herzl die Jewish Colonization Association (ICA) durch ein Schreiben über die Vorgänge des sechsten Zionistenkongresses auf dem Laufenden. Seine Pläne werden jedoch unterbrochen, als Julie Herzl erkrankt und ihn zwingt, in Edlach zu bleiben. Herzl nutzt diese Gelegenheit und reflektiert über die Organisation der Kommission für die bevorstehende Expedition nach Ostafrika. Er erwägt auch potenzielle Verbindungen, die eine Vorstellung bei König Vittorio Emanuele III. von Italien erleichtern könnten. Inmitten dieser Entwicklungen bleibt Herzl in Korrespondenz mit bedeutenden Persönlichkeiten wie General Alexander Kirejew, Pauline Korvin-Piatrowska und Wenzel von Plehve engagiert. Gleichzeitig entsteht ein Streit mit Menachem Ussischkin und dem russischen Aktionskomitee bezüglich des Ostafrika-Projekts.